Facebook kauft WhatsApp – was ändert sich?

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Die Katze ist aus dem Sack, Facebook hat zugeschlagen. Für schlappe 19 Milliarden Dollar kauft das Unternehmen von Mark Zuckerberg die Messenger-App „WhatsApp“. Bisher vollkommen werbefrei und bemüht um den Datenschutz der Nutzer, stellt sich nun die Frage: Wie lange kann man „WhatsApp“ noch benutzen, bevor es nervt? Gibt es Alternativen?

Das hat Facebook noch gefehlt: Ein vernünftiger Messenger

Zunächst stand die beliebte Sexting-App „Snapchat“ auf der Einkaufsliste von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, dort blitzte er jedoch mit seinem 3 Millionen Angebot ab. Auch mit „WhatsApp“ gab es bereits Verhandlungen, die Höhe des Kaufpreises wurde jedoch bis zum jetzigen Zeitpunkt als zu hoch eingeschätzt. Nachdem auch Google bei „WhatsApp“ an die Tür geklopft hat, machte Zuckerberg ernst – und kaufte das Unternehmen des Gründers Jan Koum. Damit akquiriert Facebook eine mobile Nachrichten-Applikation und gesteht sich damit endgültig das Scheitern seines „Facebook Messengers“ ein. Mit dem Kauf von „WhatsApp“ erhofft sich Facebook außerdem, die verlorene Zielgruppe der Teenager wieder zurück ins Boot zu holen.

Werbung bei WhatsApp – nur eine Frage der Zeit?

Glaubt man „WhatsApp“ Gründer Jan Koum ändert sich für die Nutzer des Messenger-Dienstes gar nichts. Wenn Facebook aber nicht vorhätte, die Daten der „WhatsApp“-Nutzer abzugreifen und den Dienst in ihr eigenes System zu integrieren – warum dann der ganze Aufriss?

“Here’s what will change for you, our users: nothing.” Jan Koum (WhatsApp Gründer)

Kurzum: Wir trauen dem Frieden nicht und wollen euch Alternativen vorschlagen. Denn auch wenn „WhatsApp“ eine der beliebtesten mobilen Apps der heutigen Zeit darstellt, können wir nach dem Sicherheitslücken-Chaos (heise.de) keine Empfehlung aussprechen.

Threema – sicher durch Verschlüsselung

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Zur Website von Threema

Neben zahlreichen Alternativen zu WhatsApp (t3n.de) wie z.B. Google Hangouts, Viber oder Hike besitzt einen Fokus auf Verschlüsselung. Mit der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsslung wird durch den Einsatz von individuellen Schlüsseln garantiert, dass nur Sender und Empfänger den Inhalt der Nachricht lesen können – auch nicht der Serverbetreiber selbst. Einziger Wermutstropfen: Der Preis von 1,79€. Zugleich wird dadurch aber auch das Argument für das werbefreie und nutzerdatenfreundliche Konzept geliefert – die Entwicklungs- und Serverkosten werden mit dem App-Verkauf gedeckt.

Werdet ihr von „WhatsApp“ wechseln? Was verwendet ihr zum kommunizieren?

Ein Gedanke zu „Facebook kauft WhatsApp – was ändert sich?“

  1. Jakob sagt: 20. März 2014 at 09:17

    Alternativen gibt es natürlich auch einige und wie man u.a. auch hier http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2014-02/29543374-internationaler-boom-fuer-whatsapp-alternativen-threema-und-telegram-016.htm lesen konnte, aber viele darauf zurückgegrffen, nachdem die Übernahme durch Facebook bekannt wurde. Allerdings bringen diese Alternativen nicht viel, wenn man im eigenen Bekanntenkreis der einzige ist der wechselt. Da muss man schon Vorarbeit leisten und andere überzeugen, damit sich ein Wechsel lohnt. Zudem sollte sich jeder darüber im Klaren sein, dass keiner dieser Messenger eine 100% Sicherheit der Daten bietet.

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