Good Bye, alte Meta-Tags. Von Google komplett ignoriert?

Onpage Friday Veraltete Meta-Tags Google Das veraltete Geheimrezept aus der SEO-Schublade: Die Meta-Daten, wie z.B. die Keywords stundenlang feintunen, mühsam Geo Tags einbauen, um lokal gefunden zu werden – kann man sich die Arbeit sparen? Welche Tags helfen, welche Schaden? Unsere kleine Tag-Exkursion klärt euch auf.

Diese Meta-Tags sind unverzichtbar

Das Title Tag

<title>Dein SEO optimierter Titel</title>

Streng genommen keine Meta-Angabe, aber vielleicht die einzige Angabe im head-Bereich einer Webseite, die Einfluss auf die Rankings bei den Suchmaschinen hat. Aber auch hier schwindet das Vertrauen von Google in die Nutzer: Ist der Inhalt des Title Tags zu lang, oder passt nicht zum Inhalt der Seite, bessert Google einfach nach und bedient sich dem Text von z.B. Überschriften oder der Domain.

Das Description Tag

<meta name="description" content="Eine gute und klickbare Beschreibung der Seite, die so um 150 Zeichen hat, um ins SERP zu passen"/>

Hilft zwar nicht euren Rankings, aber kann, wenn ein ansprechender Text verwendet wird, ein mächtiges Werkzeug zur Optimierung eurer Click-Through-Rate (CTR) sein. Erweckt der Text Vertrauen und Neugier, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass jemand eure Seite in den Suchergebnissen klickt. Es ist unnötig, den Text mit Keywords vollzustopfen, weil Google den Text im Description-Tag nicht für die Platzierung auswertet. Wie beim Title-Tag bedient sich Google auch hier anderen Textschnipseln auf eurer Seite, wenn ihr keinen oder spamlastigen Text in der Description habt.

Mächtig gefährlich: Das Robots Tag

<meta name="robots" content="index,follow"/>

Wer nicht weiß, was es tut, lässt dieses Tag lieber ganz weg. Im schlimmsten Fall wird eure Webseite gar nicht erst bei Suchmaschinen indexiert und wird so niemals gefunden. Für die Mutigen: Lest unseren Blog-Post zum Thema Robots-Tag.

Verzichtbar für die Google, aber nützlich für andere Dienste

Geo-Tags

<meta name="geo.region" content="DE-SN">
<meta name="geo.placename" content="Lauta">
<meta name="geo.position" content="51.4365, 14.10081">
<meta name="ICBM" content="51.4365, 14.10081">
<meta name="city" content="Lauta">
<meta name="country" content="Germany">
<meta name="zipcode" content="02991">

Schon 2009 ließ Google verlauten, dass es die Geo-Tags größtenteils ignoriert, der Grund dafür: Zu häufig werden Geo-Tags aus Templates oder anderen Webseiten einfach per Copy&Paste eingefügt. Das sorgt dafür, dass die Geo-Tags häufig falsch und deshalb ein unzuverlässiger Ranking-Faktor sind. Die Suchmaschinen Bing und Yahoo hingegen, beachten die Geo Tags nach wie vor. Auch interessant sind die Angaben für Branchenverzeichnisse wie z.B. Yelp. Schaden können diese Tags unter Umständen auch. Habt Ihr einen Shop oder ein Unternehmen, dass nicht lokal operiert, also kein Ladengeschäft o.ä., kann eine Lokalisierung eures Unternehmens die Reichweite in den Suchmaschinen verkleinern. d.h. eure Seite wird zwar in der Region gute Rankings haben, aber in deutschlandweiten Ergebnissen schlechter abschneiden, weil die Suchmaschinen eure Seite für irrelevant halten. Warum sollte auch ein Laden in München interessant für Berliner sein? Für diejenigen die ein lokales Geschäft oder eine regional begrenzten Dienstleistungen anbieten, gibt es Generatoren für die Geo Tags, die es erleichtern, die richtigen Daten für den Geschäftsstandort einzubinden.

OpenGraph, TwitterCards und DC

Wie Ihr in unserem informativen Beitrag über Social Media Tags lesen konntet, gibt es verschiedene Meta-Tags, die die sozialen Netzwerke verwenden. Dort kann man z.B. festlegen, welches Bild für einen Post bei Twitter oder Facebook verwendet werden soll, wenn man eine Seite teilt. Dublin Core oder auch DC ist für Suchmaschinen irrelevant und wird nur in Intranets oder Online-Bibliotheken verwendet. Dort können Sie eine genormte, reibungslose Übergabe von Daten ermöglichen.

Adieu – Diese Tags sind überflüssiger Code!

Das Meta-Keywords Tag: Überflüssig und redselig

<meta name="keywords" content="keyword1, keyword2, keyword3, keyword4, keyword5, keyword6, keyword7, keyword8" />

Hält sich hartnäckig, obwohl es eines der Tags war, die Google schon früh ignoriert hat (2006 wurde es offiziell bekannt gegeben, Google hat es wohl nie verwendet). Endlose Aneinanderreihungen von Keywords, am besten 100 Stück, versprachen große SEO-Erfolge. Google wurde zu Recht misstrauisch und bannte die Meta Keywords von seiner Liste der Ranking-Einfluss-Faktoren. Zudem verrät es eurer Konkurrenz auf welche Keywords Ihr eure Webseite optimiert habt bzw. unter welchen Keywords ihr gern gefunden werden wollt.

Page-topic, author, publisher, copyright, classification, category uvm.

<meta name="publisher" content="Bitskin GmbH">
<meta name="language" content="Deutsch">
<meta name="page-topic" content="Bau- &amp; Montageservice">
...

Nur ein kleiner Ausschnitt: Diese Tags wurden oft verwendet, spielen aber keine Rolle für die Suchmaschinen. Wenn ihr diese Informationen unbedingt auf eurer Webseite unterbringen wollt und sie nicht ohnehin im Impressum oder auf anderen Seiten eures Internetauftritts zu finden sind, behaltet diese Tags, sonst: Löscht sie! Hier könnt Ihr eine Auflistung der Meta-Tags und Ihre Suchmaschinenrelevanz finden.

Fazit

Aus der Perspektive der Suchmaschinen, braucht eure Webseite nicht viele Meta-Angaben. Ein guter Anfang wäre das Title Tag und das Description Tag. Wenn Ihr wollt, beschäftigt euch nach und nach mit den anderen Tags, auch die für Social Media. Mit einem minimalistischen Meta-Einsatz könnt ihr zumindest nichts falsch machen, und eure Webseite kann ohne Hindernisse von Google und Co. durchsucht werden, um das wirklich Wichtige zu finden: Den Inhalt eurer Seite.

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