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Google My Business Brancheneinträge zu 100% optimieren

My Business Profil optimierenDie Angebote des Suchmaschinenriesen für Anbieter von lokalen Dienstleistungen oder Produkten war gelinde gesagt unübersichtlich. Da gab es Google Places, wo man den Google Maps Eintrag des Unternehmens kontrollieren konnte, für die Bewertungen hingegen gab es Google+ local. Dann konnte man noch irgendwie sein privates Google+ Profil verknüpfen und für Firmen mit mehreren Standorten gab es dann noch Google Places for Business.

Es zeichnete sich bereits vor einem Jahr der Trend ab, dass es eine Integration aller Dienste in ein einziges Tool geben wird. Wer zu denjenigen gehört hat, deren Google Maps Einträge „Merkwürdigkeiten“ aufwiesen, wissen wovon ich rede. Während des Umstellungsprozesses, liebevoll Migration genannt, verschwanden Einträge, Inhaberschaften wurden verloren, manchmal gab es auch Duplikate. Auf all das hatte man im Verlauf des Prozesses keinen Einfluss, Google bat um Geduld.

Bei uns kümmert sich jetzt liebevoll eine Hotline von Google um die Einträge, die wir für unsere Kunden verwalten. Wohl oder übel bedeutet das für uns, alle Einträge in My Business neu zu erstellen – das Ziel von Google ist, dass jedes Unternehmen einen individuellen Eintrag (+ Standorte) in My Business hat. Die Verwaltung mehrerer Einträge verschiedener Unternehmen ist nicht im Sinne von Google. Durch die Aufstockung des Supportapparats versucht Google den Schaden zu minimieren.

My Business – das neue Zuhause fürs Unternehmen

Für diejenigen, deren Beitrag erfolgreich migriert wurde und für solche, die einen neuen Beitrag erstellen wollen, gibt es gute Neuigkeiten: Es ist alles so viel leichter und übersichtlicher geworden.

Hier könnt ihr ab sofort Google+ Beiträge erstellen, eure Unternehmensdaten anpassen und auf eure Bewertungen reagieren. Außerdem könnt ihr hier Statistiken abrufen, die euch Auskunft über den Traffic geben, der allein über euer My Business Snippet erfolgen. Anders als bei den Webmaster Tools könnt ihr so direkt überprüfen, woher die Besucher kommen.

Lokale Suchmaschinenoptimierung Schritt für Schritt

1. Anmelden und Einloggen

Zuerst geht ihr auf die Seite von Google My Business. Falls ihr bereits einen Eintrag hattet, könnt ihr euch unter „Anmelden“ mit den Login-Daten von Google Places einloggen. Für einen neuen Eintrag klickt auf einen der unübersehbaren blauen Buttons um euer Unternehmen einzutragen.

My Business Seite erstellen

Falls ihr noch keinen Google-Account habt, müsst ihr euch einen neuen anlegen, dieser fungiert dann als Login für alle Google-Dienste, inklusive Google My Business.

2. Unternehmen suchen / bestehende Einträge übernehmen

Habt ihr das erledigt, gelangt ihr auf diese Seite. Damit ihr nicht einen zweiten Eintrag für ein bestehendes Unternehmen anlegt, sucht ihr zunächst mit eurer Adresse und/oder eurem Firmennamen nach existierenden Einträgen.

Google My Business Anmeldung

My Business SucheMy Business Suche

Taucht euer Unternehmen bei der Suche auf, klickt auf den Eintrag, der am ehesten eurer Firma entspricht.

Die darauf folgende Auflistung gibt euch Auskunft über die genauen Adressen der Einträge, die eurem Suchbegriff ähnlich sind.

Versucht keinesfalls ein Duplikat anzulegen!

 

 

Nun gibt es 2 Möglichkeiten:

Eintrag übernehmen oder Administratoren-Rechte anfordern

My Business AdminrechteFalls Firmenname und -adresse eines Eintrages genau mit euren Daten übereinstimmen, aber ihr den Eintrag nicht selbst angelegt habt, könnt ihr den Eintrag übernehmen (ihr müsst diesen dann mit einem Pin, den euch Google sendet, verifizieren) oder beim jetzigen Verwalter „Administrationsrechte“ anfordern. Wird dieser Antrag vom Besitzer angenommen, könnt ihr in ein paar Wochen den Eintrag selbst bearbeiten.

Unternehmen nicht dabei? – Neues Unternehmen hinzufügen

Ist euer Unternehmen plus Adresse nicht dabei, klickt auf den letzten Punkt mit dem blauen Standort-Symbol „Gesuchtes Unternehmen nicht angezeigt“ und klickt auf „Unternehmen hinzufügen“.

3. Unternehmen hinzufügen

Google My Business AnmeldungMy Business Unternehmen anlegen

Falls ihr kein Unternehmen seid, dass Dienstleistungen oder Produkte vor Ort anbietet könnt ihr unter dem Punkt „Sie sind kein lokales Unternehmen?“ auch andere Formen auswählen. Wenn ihr dort Marke/Produkt einstellt, legt ihr z.B. keine Adresse fest.

Füllt die Eingabemaske gewissenhaft aus. Besonderes Augenmerk müsst ihr dabei auf 3 Elemente legen (die ihr auch später noch ändern könnt):

Name des Unternehmens

Offiziell sollte ihr natürlich 1 zu 1 eurer Firmenname stehen. Wenn der Name eurer Firma aber wenig aussagt über euer Produkt, eure Dienstleitung oder euer Hauptgeschäft kann es sinnvoll sein über „Name des Unternehmens“ eine Prise SEO zu geben.

Heißt eure Firma zum Beispiel „katelco“ und ihr verkauft Router, ist es sinnvoll, den Eintrag „katelco Router und Zubehör“ zu nennen. Bitte keinen Keyword-Spam, Google mag seriöse Einträge. Einen Eintrag wie „katelco Router, Telekommunikation, Netzwerk, billig kaufen“ wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht freigeschaltet und erscheint nicht bei Google Maps. Wenn Google einen guten Tag hat, tauscht es bei spammigen Einträge auch manchmal einfach den Titel mit dem Firmennamen oder Namen des Geschäftsführers aus.

Kategorie

My Business KategorieBei vielen Einträgen, die schlecht gefunden wurden, haben wir festgestellt, das die Kategorie stiefmütterlich behandelt wurde. Oft wurden hier Eigenkreationen eingetragen, die Google aber ignoriert hat. Es ist sehr wichtig hier eine Kategorie auszuwählen, die Google vorschlägt. Gebt einfach den Anfang eures Produkts / eurer Dienstleistung in das Feld ein, dann kommen sofort Vorschläge. Überlegt genau, welche Kategorie auf euch passt. Oft ist der Grat schmal, wie im Beispiel unseres Router-Anbieters. Streng genommen kein Telekommunikationsanbieter oder Telekommunikationsunternehmen. Also bleibt nach ein paar Tests nur „Telekommunikation“ übrig.

Mit der Kategorie kann Google euer Unternehmen auch Suchanfragen zuordnen, die nicht haargenau eurem Firmennamen entsprechen. Weist der Eintrag konsistente Informationen auf, z.B. einen Zusammenhang zwischen Firmenname und Kategorie, hilft das, die Zielgruppe besser zu erreichen.

Einzugsgebiet

My Business EinzugsgebietDer kleine Haken neben „Ich biete Produkte und Dienstleistungen am Standort meiner Kunden an“ entscheidet über die Zukunft eures Unternehmenseintrags. Ja!

Setzt ihr den Haken, müsst ihr im folgenden Schritt ein Einzugsgebiet für euer Unternehmen einstellen. Das kann auf 2 Arten geschehen, entweder, ihr fügt Postleitzahlen und Orte hinzu, die ihr bedient oder legt ein Einzugsgebiet mit einer Kilometerangabe an. Außerdem könnt ihr einstellen, dass ihr auch an eurem Standort bedient.

Setzt ihr den Haken nicht, habt ihr einen Laden ohne Lieferservice.

Falls ihr jetzt denkt: Dann lege ich einfach ein deutschlandweites Einzugsgebiet an, dann werde ich deutschlandweit gefunden! Nö! Google wäre nicht Google, wenn es nicht genauer hinsieht: Es überprüft Querverweise wie z.B. eure eigene Homepage, oder andere Internetseiten (wie Einträge in Gelben Seiten, yelp usw.) auf Hinweise eures Betätigungsgebiets.

Ein lokaler hat die größte Wirkung, wenn er auch lokal begrenzt ist. Logisch oder? Je größer das Einzugsgebiet, desto irrelevanter wird der Eintrag im großen Meer voller Fische. Also: Einzugsgebiet so klein wie möglich, dann wird euer Maps-Eintrag auch mit höherer Wahrscheinlichkeit in den Maps-Suchergebnissen bei Google angezeigt.

4. Unternehmen bestätigen

My Business Bestätigung

Die nächste Übung erfordert eure Geduld. Google sendet Unternehmen einen Code zu, um die Adresse zu verifizieren. Das könnt ihr auch später noch machen. Wenn ihr euch gleich entscheidet, dauert es 1-2 Wochen bis ihr einen kleinen, gefalteten Papierbrief von Google im Briefkasten habt. Dieser enthält den Bestätigungscode, den ihr dann in eurem My Business Eintrag eintragt.

5. My Business Eintrag verwalten

My Business Eintrag verwalten

Wenn Google eure Daten verarbeitet hat, dürftet ihr in etwa den oberen Anblick erwarten. Falls nicht, könnt ihr oben rechts über das Rastersymbol „My Business“ auswählen. Hier seht ihr auf einen Blick, was eurem My Business Profil noch fehlt. Mit einem Klick auf „Bearbeiten“ könnt ihr die fehlenden Informationen nachreichen:

My Business Eintrag bearbeiten

Kaum zu übersehen ist der rote Balken im oberen Teil der Seite: Bevor ihr den Eintrag nicht mittels Code bestätigt habt, wird er nicht bei Google auftauchen. Das ist aber kein Grund in der Zwischenzeit Däumchen zu drehen – feilt am besten bis dahin an eurem Eintrag.

Google hilft euch dabei – mit einem übersichtlichen Interface und einem Fortschrittsbalken. Mit einem Klick auf das jeweilige Stiftsymbol könnt ihr folgendes ändern:

  • Name des Unternehmens
  • Adresse (und Einzugsgebiet wenn gewünscht)
  • Kontaktdaten (Telefon, E-Mail und Internetadresse)
  • Kategorie (Haupt- und Nebenkategorien)
  • Öffnungszeiten (Google meckert, wenn hier nichts steht)
  • Fotos, die in eurem Maps-Snippet bei Google auftauchen
  • Einführung (kurzer, nicht kopierter Text über eure Firma)

6. Speichern und Fertig!

Mit der Eingabe eures Codes ist der Eintrag verifiziert und geht online. Wenn ihr später etwas an euren Unternehmensdaten ändert, kann es immer eine Weile dauern, bis diese Änderungen online gehen (Google prüft eure Wünsche zunächst).

Fazit und Troubleshooting

Für jedes Unternehmen mit einem festen Sitz oder auch eine Dienstleistung, die in einem Einzugsgebiet angeboten wird, lohnt sich der Eintrag bei My Business. Im Grunde hat man auch nichts zu verlieren, schließlich ist das ganze kostenlos. Achtet darauf, dass eure Firmen-Informationen korrekt sind und überall im Netz genau die gleichen Informationen stehen. So bekommt Google weitere Nachweise für eure Offline-Existenz. Deshalb ist es auch sehr wichtig, die eigene Internetseite im My Business Profil einzutragen. Damit ist schon eine wichtige Verknüpfung geschaffen.

Problem 1: Eintrag taucht nicht auf / taucht weit unten in der Maps-Auflistung auf

Überprüft zunächst, ob in eurem My Business Profil Probleme angezeigt werden. Ist der Eintrag nämlich nicht aktiviert, doppelt oder verstößt gegen Googles Richtlinien, wird er nicht online gestellt.

Wenn euer Eintrag auftaucht, aber erst auf den hinteren Positionen, kann das verschiedene Gründe haben. Google bezieht wie bei der regulären Google-Suche viele (größtenteils unbekannte) Faktoren mit ein:

  • Gepflegtes My Business Profil (Bilder, Kategorien, Beschreibung)
  • Anzahl der (positiven) Bewertungen des Unternehmens
  • Anzahl der qualitativ hochwertigen Querverweise des Unternehmens im Web
  • Potential der Unternehmenswebseite (Traffic, Backlinks, Onpage-SEO)

Problem 2: Mein Unternehmen taucht nicht als Symbol auf

Gerade neue Unternehmen wundern sich oft, dass sie nicht auf der Karte als Punkt oder Symbol auftauchen, oder nur in der stärksten Zoomstufe. Hier spielen die gleichen Faktoren wie bei Problem 1 die größte Rolle.

Problem 3: Filialen oder mehrere Standorte desselben Unternehmens

Google hat auch dafür eine Lösung parat: Das Standort-Tool. Hier könnt ihr Filialen einfach anlegen, für verschiedene Unternehmensstandorte.

Alle andere Probleme: Google kann helfen – tatsächlich!

My Business KontaktWie schon erwähnt, hat Google seinen Support verbessert (wenn man bei dem Sprung von null auf sporadisch von Verbesserung reden kann). Auf dieser Support-Seite findet ihr viele Infos, außerdem erstmals einen Link für den direkten Kontakt mit Google. Wenn ihr also merkwürdiges Verhalten eures Maps-Eintrags feststellt – füllt das Kontaktformular aus. Google ruft euch sogar an, ich spreche aus eigener Erfahrung. Also: Viel Spass beim Einrichten eures My Business Profils!

 

 

 

 

Responsive Webdesign – vom Trend zur Pflicht?

responsive-webdesign-01

Vor nicht allzu langer Zeit wurde noch allenthalben abgewunken, wenn es um den Bedarf von Responsive Webdesigns ging, die geräteunabhängig darstellbar sind. Heute leuchtet jedem Laien ein, warum Responsive Design auf die ToDo-Liste eines jeden professionellen Webauftritts gehört. Das Internet ist mobil und auf Bildschirmen jeder Größe vertreten. Es hat sich sogar, möchte man meinen, eine Lust am mobilen Surfen entwickelt und im gleichen Atemzug eine Abneigung gegen schlecht optimierte Inhalte.

Responsive Webdesign: Einmal weg und zurück

Responsive Webdesign - früher schon Standard, wieder auf dem Vormarsch
Navigator 1-22“ by User:Ericd

Sicherlich machte es 1996, als der Nokia 9000 Communicator (das erste internetfähige mobile Gerät) in die Läden kam, noch keinen Sinn, Internetseiten für die mobile Nutzung anzupassen. Erst zwei Jahre zuvor kam der erste richtige Internet-Browser, der Netscape Navigator auf den Markt, und Internetseiten bestanden aus bunten Farben und Text. Mit der steigenden Leistungsfähigkeit von internetfähigen Geräten, begannen die Webseiten bunter und besser auszusehen. Die Ironie dabei: Waren textbasierte Webseiten an sich responsive, wurden sie erst durch tabellen- und rasterbasierte Designs mit festen Breiten unflexibel – sowohl niedriger auflösende Bildschirme als auch mobile Geräte hatten das Nachsehen.

Responsive Webdesign vs mobile Version einer Webseite

Und so verging die Zeit und die Displays wuchsen und wuchsen. Die Webdesigner waren entzückt – so viel Platz! Der Chef fragte: Und die mobilen Geräte? Jetzt können ja sogar Telefone surfen! Es wurde getüftelt und ein „wunderbarer“ Kompromiss wurde geboren: Warum nicht einfach eine mobile Version auf eine Subdomain? Dann leiten wir einfach alle mobilen Geräte auf m.meinedomain.de weiter und füttern sie mit abgespeckten Inhalten, verzichten auf ausladende Designs.

Der Haken: Diese Weiterleitung hat nicht immer funktioniert. Es kamen ständig neue Geräte auf den Markt und die Webstandards änderten sich rasant. Also mussten die Weichen (die die Benutzer je nach Gerät weiterleiten) immer wieder angepasst werden – häufige Kompatibilitätsprobleme waren die Folge.

Außerdem musste man praktisch zwei Versionen einer Seite pflegen, trotz sehr ähnlicher Inhalte. Über Duplicate Content – also doppelte Inhalte musste man sich zumindest noch keine Sorgen machen – die Suchmaschine Google war noch lange nicht so clever wie heute.

Standards für flexibles Webdesign

In den Anfangsjahren dessen, was wir Internet nennen, und was uns heute tagtäglich umgibt, herrschte ein Kampf der Standards: Die dominierenden Browser, Netscape Navigator und Internet Explorer feilten an verschiedenen HTML-Versionen herum: Bei den einen konnte die Schrift blinken, bei den anderen konnte sie von links nach rechts durchlaufen.

Das führte natürlich zu Chaos: Die Webdesigner mussten wieder Weichen bauen – für verschiedene Browserversionen. Doch es wehte ein sanftes Lüftchen der Veränderung. Einheitliche Standards wurden zum gemeinsamen Ziel erklärt: Das WorldWideWeb Consortium (kurz: W3C) sorgte für validen Code im Internet.

Fast-Forward: Heute sind wir bei der fünften Version von HTML und der dritten Version von CSS angelangt. Immer noch gibt es Besonderheiten bei verschiedenen Browsern, aber durch eine einheitliche Implementierung konsistenter Standards wurde der Weg für das Responsive Webdesign geebnet.

mobile first webdesignMobile First: Das mobile Internet drängelt sich vor

Bisher wurden Webseiten für Desktop PCs und große Displays entwickelt, anschließend wurde das Design für kleinere Anzeigen adaptiert. Beim Mobile First Webdesign ist es andersherum. Hier liegt der Fokus auf der Performance der Webseite sowie der Navigation und natürlich auf relevante Inhalte.

Die Webseiten von den bekannten Webdesignern Luke WJason Santa Maria und Ethan Marcotte sind alle im Mobile First Webdesign umgesetzt. Luke W ist quasi der Erdinder des Mobile First Webdesign, Jason Santa Maria ist ein bekannter Webdesigner aus Brooklyn und Ethan Marcotte ist der Autor des Buches „Responsive Webdesign„.

Wer mehr über Responsive Webdesign oder Mobile First lesen möchte, der sollte sich auf diesen Seiten umsehen.

Responsive Webdesign – Pflichtprogramm auch laut Google

Wenn man sich in der U-Bahn oder am Bus umschaut – immer mehr Menschen nutzen das mobile Internet. Da Google das Ziel hat die Suchmaschinennutzer mit den Suchergebnissen zufriedenzustellen, auch die mobilen Suchmaschinennutzer, ist klar, dass Google mobil optimierte Webseiten bevorzugt oben einstuft, nicht nur in der mobilen Suche. Die (laut Google) wichtigsten Punkte einer mobilen Optimierung sind:

  • Text, Bild und Rich Media (der Content) ist bei der mobilen Webseite identisch mit dem, der Desktop Version
  • Google Bot darf den Style und JavaScript sehen

Und als beste Lösung schlägt Google ein Responsive Webdesign vor, alternativ ginge ein zweiter Stil mit identischem Inhalt auf einer anderen Domain oder Sub-Domain. Hie muss man aber eine spezielle Verlinkung einstellen um Duplicate Content zu vermeiden.

 

SSL – Googles neuer Rankingfaktor

SSL Google RankingfaktorMatt Cutts ist zurück mit einem neuen, bestätigtem Ranking-Faktor! Sichere Webseiten werden ab sofort belohnt. Wer jetzt behutsam auf einen sicheren Standard umstellt, kann von besseren Rankings profitieren.

Sanfte Vorteile durch HTTPS

Durch die Umstellung auf das https-Protokoll, kann man leichte Verbesserungen im Ranking erwarten, so Matt Cutts, Leiter des Google Webspam Teams. Der Suchmaschinenriese hat kürzlich selbst umgestellt und ist natürlich daran interessiert, Webseiten mit dem Sicherheitsstandard zu indexieren. Die Probleme mit dem Heartbleed-Bug und dem OpenSSL-Protokoll scheinen ausgebügelt zu sein, also: Auf in eine verschlüsselte Zukunft!

Vorsicht walten lassen beim Umzug

Um Rankingvorteile auszunutzen, sollte man folgende Punkte beachten:

  • Welches Zertifikat benötige ich? Single, Multi-Domain oder Wildcard Zertifikat?
  • 2048-bit Schlüssel-Zertifikate verwenden
  • Relative URLs für Ressourcen verwenden, die auf derselben Domain untergebracht sind
  • Für alle anderen Domains relative Domains mit dem https-Protokoll verwenden
  • In der robots.txt nicht die HTTPS-Seiten blockieren
  • Noindex robots Tag vermeiden und den Suchmaschinen die Indexierung erlauben

Außerdem empfiehlt Google diesen Ratgeber zum sicheren Webseitenumzug.

Fazit

Der neue Ranking-Faktor SSL wird spürbare aber eher geringe Auswirkungen auf eure Rankings haben. Weiterhin sind Faktoren wie die Seitengeschwindigkeit oder der Inhalt einer Seite viel wichtiger.


„L-Schloss-Brahma“. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:L-Schloss-Brahma.png#mediaviewer/Datei:L-Schloss-Brahma.png

Im Zeichen der Taube – Update der lokalen Suche

Google Update Lokale Suche

In den USA heiß diskutiert: Das von Searchengineland „Pigeon“ getaufte Google Update wirbelt dort heftig die lokalen Suchergebnisse durcheinander. Von manchen böse „Yelp-Update“ genannt, befördert es die Anbieter von lokalen Verzeichnissen weiter nach oben. Dabei bleibt immer häufiger das sogenannte „Map pack“, die lokalen Suchergebnisse mit Google Maps Link, auf der Strecke.

Zu viele gefälschte Google Bewertungen

Insider vermuten, dass zu viele Bewertungen manipuliert wurden, um ein besseres Ergebnis in der lokalen Suche zu erzielen.

google-lokales-update-bewertungen

Die Google Bewertungen sind an einen Google+ Account gekoppelt und sehr leicht zu fälschen. Damit ist es möglich, die Konkurrenz abzuwerten oder die eigene lokale Präsenz in den lokalen Ergebnissen zu erhöhen.

Ausgewogenere lokale Suchergebnisse

Googles Ziel scheint es (vorerst in den USA) wichtig zu sein, wieder ausgewogenere, weniger für Manipulation anfällige Ergebnisse von lokalen Unternehmen zu generieren. Dabei wird man sich stärker an Signalen für die organische Websuche orientieren, also werden Backlinks, guter Content und eine hohe Autorität plus Local Citation (Präsenz der eigenen Adresse auf verschiedenen Seiten) wieder eine größere Rolle spielen als Bewertungen.

Gute Nachrichten für Yelp & Co.

Vor nicht allzu langer Zeit (bevor Yelp sich beschwert hat) kam es vor, dass ein lokales Google Ergebnis sich trotz zusätzlicher Eingabe von „Yelp“ in den Suchergebnissen vorgedrängelt hat. Mit dem neuen Update dürfen lokale Verzeichnisse wieder vorne stehen. In großer Unregelmäßigkeit kam es sogar vor, dass die kompletten lokalen Suchergebnisse mit Geschäftsadresse bei einer klassischen lokalen Suche (Branche + Ort) gar nicht mehr auf der ersten Seite auftauchten. Nur noch lokale Verzeichnisse wie Yelp, Qiez und Co + organische Web-Ergebnisse – stellt euch das mal vor!

Unsere Empfehlung: Abwarten und Tee trinken

Wir schließen uns amerikanischen Webmastern an und lassen Google erstmal in Ruhe testen (vielleicht kommen die deutschen Suchergebnisse ja auch unbeschadet davon).Wenn das Chaos in den SERPS vorbei ist, passen wir unsere Taktik an. Was bleibt uns auch als SEOs anderes übrig?

 

 


Bild: „Wm19342a“ von Karl Wagner – Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 19. Leipzig 1909

International SEO mit den Webmaster Tools

International SEO mit den Webmaster Tools hreflang Tag
The Earth seen from Apollo 17“ von NASA

Wer eifrig die Webmaster Tools nutzt, dem ist neben zahlreichen Neuerungen wie z.B. dem robots.txt Tester aufgefallen, dass es ein neues Feature namens „Internationale Ausrichtung“ gibt. Es dient der International SEO, hiermit können Webmaster überprüfen, ob die Sprachausrichtung ihrer Webseite funktioniert. Also aufgepasst (denn 90% der Webmaster machen Fehler): Wir erklären euch, wie es funktioniert und zeigen, wie ihr das „hreflang“ richtig einsetzt. So sieht jeder die Webseite in den Suchergebnissen, die für ihn bestimmt ist.

Werbelexikon

Hier findet Ihr Fachbegriffe aus der Werbung einfach erklärt! Von A wie Above the Line über I wie Inhouse bis Z wie Zielgruppe!

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